De Honkpoal

Warum in Dornbusch an der Kreuzung Barion- / Dorfstraße ein Pfahl steht, dessen 4 Hände in alle Himmelsrichtungen zeigen.

Willy Brendgen haben wir es zu verdanken, dass es den Honkpoal seit dem 17. Juni 1994 wieder gibt. Den Hintergrund zu diesem Denkmal erläutert ein Schild, das mitlerweile leider nur schwer lesbar ist:

Hintergrund zum Honkpoal

De HonkpoalWenn sich Leute in der Süchtelner Sektion Dornbusch trafen, dann hieß dies in der Regel: “Wör treffe os am Honkpoal”. Damit war der Kreuzungsbereich Barionstraße / Dorfstraße gemeint.

Doch immer wieder kam die Frage auf: “Warum heißt das so?” Die Frage beantworteten jetzt die Bruderschaftsmitglieder, allen voran Willi Brendgen. Hier verlief im Jahre 1794 eine Heerstraße, auf der auch Napoleon zog. In der Nähe des jetzigen Friedhofs stand ein kleines Wäldchen, in dem Napoleon Stellung bezog. Und zur besseren Orientierung wurde ein Eisenpfahl mit Wegweisern aufgestellt. Da aber keiner Französisch konnte, hieß dieser Wegweiser bei der einheimischen Bevölkerung ganz einfach “Honkpoal”.

Nachdem Napoleon und sein Regiment abgezogen waren, blieb dieser Pfahl stehen. Er diente unter anderem den Schülern bei der Leibesertüchtigung. Von der Schule bis zum Honkpoal waren es ungefähr 60 Meter und von der Kirche 100 Meter.

Ein Fest zum Wiederaufbau

Zum Wiederaufbau am 17. Juni 1994 gab es ein Fest mit Musik, Presse und jede Menger Dornbuscher Publikum. Und Ein Gedicht, das Heinrich Finkskes zu diesem Anlass geschrieben und vorgetragen hat.

Das Gedicht von Heinrich Fingskes

Hallo Honkpoal-Fans!

Seid gegrüßt und hoch verehrt,
die Idee met de neue Honkpoal wor alleen joa all jet wert.

Über 50 joar wor dä all doa verschwunden,
doch osse Willy fühlte sich mit diesem markanten Punkt persönlich hier verbunden.

Eines konnte er ja nie verstehen,
am Hoonkpoal mott och ene Honkpoal stehen.

So schuf er dieses wunderschöne Exemplar,
es wird stehen noch in 50 Jahr.

Die Hände die goß unser lieber Frank, der Ranke,
als Muster hierfür diente von unserem Ralf die rechte Pranke.

Ja es ist ein Meisterwerk geworden,
alle hätten sie verdient auch einen Orden.

Doch was jetzt nicht ist, es kann noch werden,
manchmal gibt´s auch mal Gerechtigkeit auf Erden.

Mit der Schrift, dat wor ja all so´n Denge,
für dat Plott die richtige Buchstabe och tö venge.

Vorschläge kamen aus vieler Munde,
angebracht sind sie nun zu dieser Stunde.

Und was darauf zu lesen und zu sehen,
das können alle Hoodenger wohl gut verstehen.

Honkpoal hin und Honkpoal her,
die richtige Stell´ wo hä hin soll, die te venge, dat wor och noch schwer.

Nun wo die richtige Stelle ist doch gefunden,
beginnen wir mit der feierllichen Stunde.

Unsere Majestät, unser lieber Arno, 2 Kasten Bier hattest Du verloren – Du erinnerst Dich,
rück sie raus und Dir gehört der erste Spatenstich.

Laßt uns nun das Werk vollbringen,
mit den Musikanten auch ein frohes Liedchen singen.

Und wo die Hände zeigen aus allen Winden,
mögen wir immer liebe Menschen und gute Freunde finden.

Dann wird sich alles von allein ergeben,
und unser Dornbusch wird noch lange leben.

geschrieben und vorgetragen am 17. Juni 1994 von Heinrich Fingskes

 

Zerstörung und Wiederaufbau

Presseartikel nach Zerstörung

Ein Jahr später

Nach etwa einem Jahr wurde der Honkpoal zerstört, zwei der vier Hände und der Wetterhahn wurden entfernt.

Die Folge war, dass Willy Brendgen ihn erneuerte.

Eine Bank und ein Abfalleimer wurden aufgestellt.

Solange er gesundheitlich dazu in der Lage war, hat er  wöchentlich den Mülleimer gelehrt und regelmäßig das Gras an der Bank gemäht, so dass es ein schöner Ruheplatz wurde.

Heute noch wird durch andere Dorfbewohner für Ordnung an diesem Platz gesorgt. Viele Radwanderer, die die Bank als Pausenplatz mit einem tollen Ausblick zu den Süchtelner Höhen nutzen, sind heute noch froh über die Initiative vom Erbauer.

 


Kommentare

De Honkpoal — 1 Kommentar

  1. Pingback: Willy Brendgen - Dornbusch hat was

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